Regine Kuschke

Der Titel der Ausstellung „Schattenboxen“, verweist auf ein zentrales Thema der Malerin: Regine Kuschke
verarbeitet innere Widersprüche mit künstlerischen Mitteln. Das Wissen vom Vorhandensein von Konflikten
ohne Lösungen wird hier aufgegriffen. Auch wenn die Bilder manchmal erschrecken, so wohnt ihnen doch
ein märchenhafter, skurriler Zauber inne. Einige Arbeiten erinnern an Kinderbilder. Nicht nur die eindeutigen
Kopffüßler, sondern auch die anderen Wesen und Tiere evozieren das Märchenhafte.

Der skurrile Charakter entsteht durch die ungeklärten Beziehungen, welche die Figurationen im Bild zueinander
haben. Das Einbeziehen der Betrachterin/des Betrachters, die von einer Bildfigur angesehen werden,
verstärkt die Skurrilität. Die Farbigkeit und ein peitschenhafter Malduktus erzeugt eine Lebendigkeit, die
bis zur Verspieltheit reicht. Das leichte, verspielte Element ist allerdings durchbrochen, so dass von reiner
Spielerei nicht die Rede sein kann.

Ralf Eisenschmitt
Rede zur Ausstellungseröffnung am 13.1.1993 in der Condat Galerie, Berlin

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