Regine Kuschke

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen ihre Mädchen-Portraits, daneben aber auch die Serie Chorknaben: Jungen, deren Zurichtung gepaart mit eigener Hingabe zum Gesang ein ambivalentes Gefühl im Betrachter hervorruft. Im Gegensatz zu diesen Tuschezeichnungen zeigen die Mädchen-Portraits eine überraschend große Präsenz – nicht allein durch das großdimensionierte Format und die traditionelle Öl auf Leinwand-Technik.

Die meist en face gezeigten Gesichter lassen in dem summarisch angelegten Mal-Duktus die Augen umso verstärkter wirken, selbst dann, wenn sie geschlossen oder durch eine Sonnenbrille verdeckt sind. Die Portraits haben eine suggestive Wirkung, sie nehmen, betont durch die Intensität der Augen den Dialog mit dem Betrachter auf, vermitteln die seelische Befindlichkeit der portraitierten Mädchen, deren Stimmung und trotz – oder wegen – ihres jugendlichen Alters ihre persönliche Würde.

 

Die frühen Arbeiten in Mischtechnik verweisen anschaulich auf den künstlerischen Entwicklungs-Prozess von Regine Kuschke: von der Meisterschülerin hin zur eigenständigen, unverwechselbaren Sprache der Künstlerin für die der Mensch stets im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht.

Dr. Anne Meckel

 

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