Regine Kuschke

Ich bin sehr glücklich, dass Regine Kuschke uns heute neue Bilder und Zeichnungen präsentiert, in denen der Mensch im Mittelpunkt steht.
„Mich interessieren Menschen…“ sagt die Künstlerin, „…ihre Geschichten, ihre Emotionen, ihre Beziehungen zu anderen Menschen und zu sich selbst.“
Kinderporträts haben im Werk der Künstlerin einen besonderen Stellenwert. Hier sind der blonde „Hans“ und der blumengeschmückte kleine „Junge“ hinreißende Porträts, die die Fragilität der kindlichen Seele und Schönheit der jugendlichen Erscheinung ausdrucksstark wieder geben. Auf der anderen Galeriewand, dominiert vom „Kapitän“, so hat Regine Kuschke den maritim gekleideten Jungen genannt, werden Geschwister – und Familienkonstellationen thematisiert, die in ihrer Aussage offen bleiben: Die Mutter- Sohn-Beziehung, der hinterlistig agierende „Kapitän“ als Solist oder in der Kelleraktion mit seiner kleinen Schwester. Auch die Diskrepanz zwischen den von Erwachsenen eingeforderten Verhaltensmustern und den eigenen kindlichen Bedürfnissen wird durch das Goldkind einzigartig repräsentiert. Sehr ausdrucksstarke Mädchenporträts ergänzen diesen Schwerpunkt.
 
Auch Clowndarstellungen spielen in den Arbeiten von Regine Kuschke eine wesentliche Rolle. Die primäre Aufgabe des Clowns, die Zuschauer zum Lachen zu bringen, abweichend von der eigenen Befindlichkeit, wird durch phantasievolle Kostüme, stark geschminkte Gesichter und skurrile Inszenierungen erreicht. Das Künstlerpaar Eva + Adele, auf großen Berliner Vernissagen oftmals anzutreffen, mag als Inspirationsquelle das Erscheinungsbild dieser beiden Clowndarstellungen beeinflusst haben.
Regine Kuschke, Meisterschülerin der Universität der Künste, beherrscht wahrlich meisterlich die Kunst der Malerei und die der Zeichnung, eine seltene Doppelbegabung. Die Künstlerin arbeitet mit vielfältigen Zitaten aus der Kunstgeschichte und den aktuellen Medien und hat hierbei eine sehr eigenständige künstlerische Bildsprache entwickeln können, die sie unverwechselbar macht.
„Malen ist für mich eine Form, auf das Leben zu schauen, es zu reflektieren und zu begreifen…“, so Regine Kuschke. Man könnte dies durch das Zeichnen ergänzen.
Nehmen Sie Kontakt zur Künstlerin auf, sie freut sich auf Ihre Fragen.
Die Ausstellung ist eröffnet, viel Freude am heutigen Abend.

Prof. Dr. Brigitte Stamm, 2016


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